3D-Modell und PV-Planung in einer Software
PV-Planungssoftware mit Photogrammetrie
PV-Pro ist eine Planungssoftware für Photovoltaikanlagen. Vorhandene Drohnenbilder lassen sich direkt im Projekt per Photogrammetrie zu einem 3D-Modell verarbeiten. Anschliessend geht es ohne Softwarewechsel mit Dachflächen, Modulbelegung, Verschattung und Auslegung weiter.
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- Lesezeit
- 7 Minuten
- Redaktion
- Redaktion PV-Pro, Vigorek GmbH
- Quellen geprüft
Das Wichtigste
- PV-Pro ist eine PV-Planungssoftware, die vorhandene Drohnenbilder per Photogrammetrie direkt im Projekt verarbeitet.
- Ein 3D-Mesh wird erst durch eine bestätigte Referenz und die Prüfung der Dachflächen zur Planungsgrundlage.
- Die Aussagekraft hängt vom Bildsatz ab: Nicht sichtbare oder nicht bestätigte Geometrie darf die Planung nicht stillschweigend ergänzen.
Was Photogrammetrie in einer PV-Planungssoftware leistet
Viele PV-Projekte beginnen nicht mit einem fertigen 3D-Gebäudemodell, sondern mit Fotos des Dachs. PV-Pro verarbeitet einen vorhandenen Ordner mit Drohnenbildern direkt im Projekt. Die Software rekonstruiert daraus ein räumliches Modell, kalibriert es mit einer bestätigten Gebäudehöhe und übernimmt es als Grundlage für die weitere Photovoltaikplanung.
Technisch beruht die Rekonstruktion auf Apples PhotogrammetrySession. Überlappende, gut
beleuchtete Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln liefern gemeinsame Bildmerkmale, aus denen ein 3D-Modell
entsteht (Apple Object Capture, Abruf 24.8.2026). Der entscheidende
Produktvorteil liegt im durchgängigen Ablauf: Rekonstruktion und PV-Planung finden im selben Projekt statt.
PV-Pro führt keine Drohnenflüge durch und bietet keine Vermessungsleistung an. Die Software verarbeitet vorhandene Bilder. Ein fotogrammetrisches Modell ist ausserdem kein amtlicher Vermessungsnachweis. Für Masse bleibt eine bekannte Referenzlänge oder Gebäudehöhe nötig.
Vom Drohnenbild zum planbaren PV-Dach
- Drohnenbilder importieren. Der vorhandene Bildordner eines Objekts wird im PV-Pro-Projekt ausgewählt. Die Bilder bilden den Ausgangspunkt der Rekonstruktion.
- Rekonstruktion wählen. Qualitätsstufe, Netztopologie und Umgebungsmodus sind Eingaben der Rekonstruktion. Höhere Detailstufen benötigen mehr Rechenzeit und Speicher; Apple dokumentiert diesen Zielkonflikt ausdrücklich.
- Bildsatz prüfen. PV-Pro meldet ungültige und übersprungene Aufnahmen sowie eine automatische Verkleinerung des Bildsatzes. Eine fertige Datei allein gilt damit nicht als Beleg, dass jede Aufnahme beigetragen hat.
- Massstab kalibrieren. Die rekonstruierte Höhe wird mit einer bestätigten Gebäudehöhe abgeglichen. Erst diese Referenz setzt die Modellkoordinaten in Meter um.
- Dachflächen bestätigen. Erkannte oder abgeleitete Dachflächen werden vor der weiteren Planung geprüft. Danach folgen Modulbelegung, Hindernisse, Strings und Verschattungsanalyse.
Das 3D-Modell ist der Anfang der Planung
| Ergebnis | Was es beantwortet | Was es nicht zusichert |
|---|---|---|
| Fotogrammetrisches 3D-Modell | Welche räumliche Form aus dem Bildsatz rekonstruiert wurde | Keine amtliche Lage- oder Höhengenauigkeit |
| Kalibriertes Gebäudemodell | Wie das Modell über eine bestätigte Referenz in Meter skaliert ist | Keine Vollständigkeit verdeckter oder schlecht fotografierter Bauteile |
| PV-Planungsmodell | Welche Dachflächen, Hindernisse und Nachbarn in die Belegung und Verschattung eingehen | Keine Ertragsgarantie und keine bauliche Freigabe |
Diese Trennung ist der wichtigste Qualitätscheck. Ein optisch überzeugendes Mesh kann im falschen Massstab stehen. Ein korrekt skalierter Baukörper kann einen Kamin auslassen, den keine Aufnahme sauber zeigt. Und ein vollständiges Planungsmodell bleibt die Eingabe einer Simulation, nicht das gemessene Ergebnis der späteren Anlage.
Woran ein brauchbarer Bildsatz erkennbar ist
Photogrammetrie braucht Überschneidung. Derselbe Dachpunkt muss aus mehreren Blickwinkeln erkennbar sein, damit die Rekonstruktion gemeinsame Merkmale zuordnen kann. Gleichmässige Beleuchtung, scharfe Bilder und unterschiedliche Ansichten helfen; spiegelnde, einfarbige oder verdeckte Flächen können diese Zuordnung erschweren. Das ist keine Besonderheit von PV-Pro, sondern das von Apple dokumentierte Grundprinzip von Object Capture.
Für ein PV-Dach kommt eine zweite Ebene hinzu: Nicht nur die Dachhaut muss sichtbar sein. Kamin, Gaube, Dachfenster, Lüfter, Attika und nahe Bäume sind für die spätere Belegung oder Verschattung relevant. Was im Bildsatz fehlt, kann die Software nicht aus eigener Anschauung ergänzen. Deshalb gehört eine Sichtprüfung des Modells vor die erste Modulreihe.
Wann sich der Photogrammetrie-Import lohnt
Ein eigener Bildsatz ist besonders nützlich, wenn die vorhandene Geometrie zu grob ist oder kleine Dachdetails die Belegung bestimmen. Die Alternative sind amtliche Schweizer Gebäudedaten, vorhandene 3D-Dateien oder ein manueller Aufbau. Keine Quelle ist in jedem Projekt automatisch die beste: Amtliche Daten können kleine Aufbauten auslassen, eine importierte Datei kann veraltet sein, und Photogrammetrie kann verdeckte Flächen nicht sehen.
Der Gegenfall ist ein einfaches, vollständig dokumentiertes Dach, für das bereits ein geprüftes Modell vorliegt. Dann erzeugt ein neuer Flug keine zusätzliche Planungsinformation. Ebenso reicht die Photogrammetrie allein nicht, wenn eine vertraglich definierte Vermessungsgenauigkeit oder ein amtlicher Plan geschuldet ist.
Prüfliste vor der Modulbelegung
- Gehören alle Aufnahmen zum selben Objekt und selben Aufnahmegang?
- Sind beide Dachseiten, Traufen, First und planungsrelevante Aufbauten aus mehreren Blickwinkeln sichtbar?
- Hat PV-Pro ungültige oder übersprungene Bilder gemeldet?
- Wurde der Massstab mit einer bekannten Länge oder Höhe bestätigt?
- Sind Dachflächen und Hindernisse im Modell einzeln geprüft?
- Ist dokumentiert, welche Geometrie aus Fotos stammt und was manuell ergänzt wurde?
Die Drohnenbilder sind der Input. PV-Pro macht daraus ein kalibriertes 3D-Modell und führt die Arbeit direkt in der PV-Planung weiter.
Häufige Fragen
Kann PV-Pro vorhandene Drohnenbilder direkt verarbeiten?
Ja. Ein vorhandener Ordner mit Drohnenbildern wird im Projekt ausgewählt. PV-Pro rekonstruiert daraus ein 3D-Modell, das nach Kalibrierung und Prüfung direkt für die weitere PV-Planung verwendet wird.
Ist ein 3D-Modell aus Drohnenfotos masshaltig?
Erst nach einer Kalibrierung. PV-Pro gleicht die rekonstruierte Modellhöhe mit einer bekannten Gebäudehöhe ab und skaliert das Modell damit in Meter. Wie genau das Ergebnis ist, hängt zusätzlich vom Bildsatz, der sichtbaren Geometrie und der Qualität der Referenz ab.
Kann das Drohnenmodell direkt für die Verschattung verwendet werden?
Nach Prüfung und Bestätigung der Dachflächen kann das Gebäudemodell in die Planung eingehen. Planungsrelevante Hindernisse und Nachbarn müssen vollständig erfasst sein; ein im Foto fehlender Kamin oder Baum kann später auch keinen Schatten werfen.
Welcher Mac unterstützt die Rekonstruktion?
Die Funktion setzt einen Mac voraus, auf dem Apples PhotogrammetrySession unterstützt wird. PV-Pro prüft die Geräteunterstützung vor dem Start; Apple weist darauf hin, dass die Rekonstruktion Mindestanforderungen an Grafikleistung und Speicher stellt.
Quellen
- Apple Developer Documentation — Object Capture — Grundprinzip der Photogrammetrie aus überlappenden, gut beleuchteten Aufnahmen verschiedener Blickwinkel; abgerufen am 24.8.2026
- Apple Developer Documentation — PhotogrammetrySession — Erzeugung eines 3D-Modells aus einem Bildordner, Statusmeldungen und Geräteunterstützung; abgerufen am 24.8.2026
Alle Fundstellen zuletzt geprüft am . Tarife, Fördersätze und Preise Dritter ändern sich; massgebend ist immer die verlinkte Quelle in ihrer aktuellen Fassung.
Redaktion und Pflege
- Verantwortlich
- Redaktion PV-Pro, Vigorek GmbH
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- Methodik
- So entstehen die Rechenbeispiele
- Rückmeldung
- info@vigosky.com
- Beitrag auf Grundlage der im App-Code vorhandenen Rekonstruktion, Skalierung und Dachflächenprüfung angelegt; auf PV-Planungssoftware mit integriertem Photogrammetrie-Import ausgerichtet.