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title: "Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit und Amortisation berechnen"
description: "Amortisation, Stromgestehungskosten und Jahresnutzen an einem offengelegten Beispiel — samt der Annahme, die das Ergebnis am stärksten bewegt."
canonical: https://vigosky.com/ratgeber/photovoltaik-wirtschaftlichkeit/
language: de-CH
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Wirtschaftlichkeit

# Warum dieselbe Anlage 11 oder 15 Jahre braucht

 Die Amortisationsdauer ist keine Eigenschaft der Anlage, sondern der Rechenmethode. Dieselben Annahmen ergeben 10,9 oder 15 Jahre — je nachdem, ob Betriebskosten und Kapitalkosten mitlaufen. Wer das nicht dazusagt, vergleicht Angebote, die nicht vergleichbar sind.

**Stand:** 9. August 2026

**Lesezeit:** 9 Minuten

**Redaktion:** Redaktion PV-Pro, Vigorek GmbH

**Quellen geprüft:** 9. August 2026

 ![Beratungsgespräch über die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage anhand einer Cashflow-Auswertung](/ratgeber/photovoltaik-wirtschaftlichkeit.webp)

 Das Wichtigste

- Dieselbe Anlage und dieselben Annahmen ergeben 10,9, 12,3 oder 15 Jahre Amortisation — der Unterschied ist allein die Methode.

- Die Stromgestehungskosten sind die einzige Zahl, die sich direkt mit dem Bezugspreis vergleichen lässt; im Beispiel 11,3 Rappen je Kilowattstunde.

- Der grösste Hebel ist nicht der Anlagenpreis, sondern die Differenz zwischen Bezugspreis und Rückliefertarif — und wo die Förderung ansetzt, ist in CH, DE und AT eine je andere Zeile der Rechnung.

 Aufbau

 Zu diesem Beitrag

 Stand 9. August 2026 . Regeln, Tarife und Preise ändern sich — ein Text ohne Datum ist in diesem Fach wertlos.

 Wie Eingaben, Modell und Grenzen in gerechneten Beispielen zustande kommen, steht in der [Methodik](/ratgeber/methodik-pv-pro-simulationen/).

## Fünf Zahlen, die zusammenpassen müssen

 Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung besteht aus fünf Grössen. Wer eine davon weglässt, bekommt ein
Ergebnis, das sich nicht prüfen lässt:

- **Ertrag** über die Betrachtungsdauer, mit Alterung.

- **Nutzen je Kilowattstunde**, getrennt nach vermiedenem Bezug und Rücklieferung — das sind zwei völlig verschiedene Preise.

- **Investition** und laufende Kosten.

- **Kapitalkosten** beziehungsweise die entgangene Alternativanlage.

- **Förderung**, sofern sie zugesagt ist — und nicht, solange sie erwartet wird.

## Die Annahmen dieses Beispiels

 Alle folgenden Zahlen beruhen auf dem Ertrag aus dem
[offenen Ertragsbeispiel](/ratgeber/pv-ertrag-berechnen/) und auf dieser Annahmenliste.
Die Werte sind **gesetzt, nicht erhoben**: Sie zeigen den Rechenweg. Ihren
tatsächlichen Bezugspreis finden Sie auf Ihrer Stromrechnung, die amtliche Übersicht der Tarife je
Netzgebiet führt die ElCom
 ([ElCom-Strompreisübersicht](https://www.strompreis.elcom.admin.ch/)) .

| Grösse | Annahme | Woher sie im Ernstfall kommt |
| --- | --- | --- |
| Jahresertrag im ersten Jahr | 11'446 kWh (10 kWp) | Simulation am konkreten Dach |
| Investition | CHF 20'000 (CHF 2'000 je kWp) | Ihr Angebot, nicht eine Marktzahl |
| Betriebskosten | CHF 200 im Jahr (1 % der Investition) | Versicherung, Wartung, Zählermiete, Rücklage Wechselrichter |
| Leistungsabnahme | 0,5 % im Jahr | Leistungsgarantie im Moduldatenblatt |
| Eigenverbrauchsquote | 30 % | Zeitreihenrechnung mit Ihrem Lastprofil |
| Bezugspreis | 30 Rp/kWh | Ihre Stromrechnung, Tarifblatt des Netzbetreibers |
| Rückliefervergütung | 10 Rp/kWh | Tarifblatt des örtlichen Netzbetreibers |
| Kalkulationszins | 2 % | Ihre Finanzierung oder die Alternativanlage |
| Betrachtungsdauer | 25 Jahre | Übliche Vergleichsdauer, keine Lebensdauerzusage |
| Förderung | nicht enthalten | Wirkt je nach Land an verschiedenen Stellen der Rechnung — siehe unten |

## Stromgestehungskosten: die einzige vergleichbare Zahl

 Die Stromgestehungskosten sagen, was eine selbst erzeugte Kilowattstunde über die gesamte
Laufzeit kostet. Sie sind die einzige Grösse, die sich unmittelbar mit dem Bezugspreis vergleichen
lässt — und die einzige, die unabhängig vom Tarif ist.

 Gerechnet wird der Barwert aller Kosten geteilt durch den Barwert aller erzeugten
Kilowattstunden. Mit den Annahmen oben ergibt das einen Kostenbarwert von CHF 23'905 und einen
diskontierten Ertrag von 211'647 Kilowattstunden:

**Stromgestehungskosten:**
 11,3 Rp/kWh

 CHF 23'905 Barwert ÷ 211'647 kWh diskontiert, Annahmen wie oben

**Ertrag über 25 Jahre:**
 270'984 kWh

 11'446 kWh im ersten Jahr, 0,5 % Abnahme jährlich

**Nutzen im ersten Jahr:**
 1'831 CHF

 CHF 1'030 vermiedener Bezug plus CHF 801 Rücklieferung

 Liegen die Stromgestehungskosten unter dem Bezugspreis, ist jede selbst verbrauchte
Kilowattstunde ein Gewinn. Liegen sie über der Rückliefervergütung, ist jede eingespeiste
Kilowattstunde ein Verlustgeschäft gegenüber dem Eigenverbrauch — nicht gegenüber „gar keine
Anlage“. Diese Unterscheidung geht in Angeboten regelmässig verloren.

 Zwei Preise, ein Strom: Was im Haus bleibt, ist 30 Rappen wert, was hinausgeht, 10. Alles Weitere folgt daraus.

## Amortisation: 10,9 oder 15 Jahre

 Dieselbe Anlage, dieselben Annahmen, drei übliche Rechenmethoden:

| Methode | Ergebnis | Was sie unterschlägt |
| --- | --- | --- |
| Investition ÷ Jahresnutzen | 10,9 Jahre | Betriebskosten, Kapitalkosten, Leistungsabnahme |
| … abzüglich Betriebskosten | 12,3 Jahre | Kapitalkosten, Leistungsabnahme |
| … mit 2 % Zins und 0,5 % Abnahme | 15 Jahre | nichts von alledem |

 Vier Jahre Unterschied, ohne dass sich an der Anlage etwas ändert. Die erste Zeile ist die Zahl,
die in Angeboten steht; die dritte ist die, die stimmt. Beide sind rechnerisch korrekt — deshalb
ist die Angabe der Methode keine Formalie, sondern die eigentliche Information.

 **Vergleichbarkeit prüfen** Eine Amortisationsdauer ohne die drei Angaben Betriebskosten, Kalkulationszins und
Leistungsabnahme ist nicht vergleichbar. Wer zwei Angebote nebeneinanderlegt, muss zuerst prüfen,
ob beide dieselbe Methode verwenden — sonst vergleicht er Rechenweisen und nicht Anlagen.

## Sensitivität: welche Annahme das Ergebnis bewegt

 Eine einzelne Zahl täuscht Sicherheit vor. Aussagekräftig ist, wie stark sie auf ihre Annahmen
reagiert. Alle Fälle mit derselben Anlage und derselben Investition:

| Fall | Eigenverbrauch | Bezug | Rücklieferung | Nutzen im Jahr | Einfache Amortisation |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ungünstig | 30 % | 24 Rp | 6 Rp | CHF 1'305 | 15,3 Jahre |
| Basis | 30 % | 30 Rp | 10 Rp | CHF 1'831 | 10,9 Jahre |
| Günstig | 30 % | 36 Rp | 14 Rp | CHF 2'358 | 8,5 Jahre |
| Basis mit Wärmepumpe oder Speicher | 55 % | 30 Rp | 10 Rp | CHF 2'404 | 8,3 Jahre |

 Einfache Amortisation = Investition ÷ Jahresnutzen, ohne Betriebs- und
Kapitalkosten. Alle Tarifwerte sind gesetzte Annahmen und keine Marktangaben.

 Die letzte Zeile ist die interessanteste. Der Eigenverbrauch von 30 auf 55 Prozent zu heben
wirkt hier stärker als ein um sechs Rappen höherer Bezugspreis — und diese Stellschraube liegt
im Zugriff der Planung, während der Tarif es nicht tut. Wie sie sich bewegen lässt und wo die
Sättigung liegt, steht im Beitrag zu
[Eigenverbrauch, Autarkie und Speicher](/ratgeber/eigenverbrauch-autarkie-speicher/).

## Förderung greift in jedem Land woanders an

 Das Beispiel oben rechnet bewusst ohne Förderung — denn wo sie in der Rechnung auftaucht, ist
keine Detailfrage, sondern entscheidet, welche Zeile sich ändert. Im deutschsprachigen Raum sind
es drei verschiedene Mechanismen:

| Land | Mechanismus | Wo er in dieser Rechnung ansetzt |
| --- | --- | --- |
| Schweiz | Einmalvergütung als Investitionsbeitrag ( Pronovo ) | Senkt die Investition und damit unmittelbar Stromgestehungskosten und Amortisation |
| Deutschland | Einspeisevergütung nach dem EEG, über 20 Jahre festgeschrieben; ein Investitionszuschuss existiert nicht ( Bundesnetzagentur ) | Setzt eine Untergrenze für den Wert der eingespeisten Kilowattstunde — sie wirkt über die Laufzeit, nicht auf die Investition |
| Österreich | EAG-Investitionszuschuss, nur bei Zuschlag ( EAG-Abwicklungsstelle ) | Senkt die Investition — aber erst nach Zuschlag. Bis dahin gehört er in ein zweites Szenario und nicht in die Basiszahl |

 Wer diese drei über einen Kamm schert, rechnet in mindestens zwei Fällen falsch: Ein
Einspeisetarif macht die Investition nicht kleiner, und ein Zuschuss ohne Zuschlag ist keine
sichere Position. PV-Pro rechnet deshalb je nach Firmensitz nach dem Recht des jeweiligen Landes,
statt eine Förderart auf alle drei anzuwenden.

## Was nicht in die Rechnung gehört

- **Eine Strompreissteigerung als Gesetz.** Sie darf als Szenario auftauchen, mit ausgewiesenem Prozentsatz — nie eingebaut in die Basiszahl.

- **Förderbeiträge, die noch nicht zugesagt sind.** Die Einmalvergütung wird nach Inbetriebnahme beantragt und geprüft, der österreichische Zuschuss fliesst nur bei Zuschlag. Bis dahin sind beides Erwartungen. Wie das Schweizer System rechnet, steht im Beitrag zur [Einmalvergütung](/ratgeber/einmalverguetung-eiv-schweiz/).

- **Steuerliche Effekte ohne Fachauskunft.** Abzugsfähigkeit unterscheidet sich nach Kanton und Sachverhalt.

- **Eine Wertsteigerung der Liegenschaft.** Sie mag eintreten; sie ist nichts, was in einer Cashflow-Rechnung etwas verloren hat.

## Was davon ins Angebot gehört

 Für eine Entscheidung braucht die Kundschaft vier Angaben und nicht vierzig: die
Stromgestehungskosten im Vergleich zum eigenen Bezugspreis, den Jahresnutzen getrennt nach Bezug
und Rücklieferung, die Amortisation **mit genannter Methode** und mindestens zwei
Szenarien. Dazu die Annahmenliste — sichtbar, nicht im Anhang.

 PV-Pro rechnet diese Grössen aus den Projektdaten und druckt die Annahmen im Angebot mit aus.
Die Förderrechnung läuft dabei an genau einer Stelle im Programm, damit die Zahl im Angebot, die
Zahl in der Wirtschaftlichkeitsrechnung und die Zahl im Förderausweis nicht auseinanderlaufen
können.

## Häufige Fragen

 Nach wie vielen Jahren rechnet sich eine Photovoltaikanlage?
 Das hängt an der Methode und an vier Annahmen. Im offengelegten Beispiel oben ergeben sich 10,9 Jahre bei der einfachsten Rechnung, 12,3 Jahre mit Betriebskosten und 15 Jahre mit Kapitalkosten und Leistungsabnahme — bei identischer Anlage. Eine Zahl ohne Angabe der Methode und der Tarife ist deshalb keine Antwort.

 Was sind Stromgestehungskosten?
 Der Barwert aller Kosten über die Betrachtungsdauer, geteilt durch den Barwert der erzeugten Energie. Sie beantworten die Frage, was die eigene Kilowattstunde kostet, und sind die einzige Grösse, die sich direkt mit dem Bezugspreis vergleichen lässt. Im Beispiel oben liegen sie bei 11,3 Rappen je Kilowattstunde.

 Rechnet sich eine Anlage ohne Eigenverbrauch?
 Das entscheidet sich am Verhältnis von Stromgestehungskosten zur Rückliefervergütung. Liegen die Gestehungskosten darüber, trägt sich die eingespeiste Kilowattstunde nicht selbst. Für Volleinspeisung gibt es in der Schweiz mit der hohen Einmalvergütung eine eigene Förderkategorie — deren Systematik steht im Beitrag zur Einmalvergütung.

 Wie stark sinkt die Leistung über die Jahre?
 Massgebend ist die Leistungsgarantie im Datenblatt des verwendeten Moduls, nicht eine Faustzahl. Im Beispiel oben ist eine Abnahme von 0,5 Prozent im Jahr angesetzt; nach 25 Jahren liefert die Anlage damit rechnerisch noch knapp 89 Prozent des Ertrags des ersten Jahres.

## Quellen

- [PVGIS — Photovoltaic Geographical Information System, Europäische Kommission (JRC)](https://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/de/) — Fassung 5.3, Strahlungsdatensatz PVGIS-SARAH3, Wetter ERA5, Zeitraum 2005–2023; abgerufen am 9.8.2026

- [ElCom — Strompreis-Übersicht der Schweizer Netzbetreiber](https://www.strompreis.elcom.admin.ch/) — Amtliche Übersicht der Elektrizitätstarife je Netzgebiet und Verbrauchsprofil

- [Pronovo AG — Einmalvergütung Photovoltaik](https://pronovo.ch/de/foerderung/photovoltaik/) — Verbindliche Ansätze, Kategorien und Fristen der Schweizer Förderung

- [EnergieSchweiz — Bundesamt für Energie](https://www.energieschweiz.ch/) — Überblick über Förderprogramme von Bund, Kantonen und Gemeinden

- [Bundesnetzagentur — EEG-Förderung (Deutschland)](https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/ErneuerbareEnergien/EEG_Foerderung/start.html) — Anzulegende Werte und Verfahren der Einspeisevergütung; abgerufen am 9.8.2026

- [EAG-Förderabwicklungsstelle (Österreich)](https://www.eag-abwicklungsstelle.at/) — Investitionszuschuss und Marktprämie nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz; abgerufen am 9.8.2026

 Alle Fundstellen zuletzt geprüft am 9. August 2026 . Tarife, Fördersätze und Preise Dritter ändern sich; massgebend ist immer die verlinkte Quelle in ihrer aktuellen Fassung.

## Redaktion und Pflege

**Verantwortlich:** Redaktion PV-Pro, Vigorek GmbH

**Veröffentlicht:** 9. August 2026

**Zuletzt geändert:** 9. August 2026

**Methodik:** [So entstehen die Rechenbeispiele](/ratgeber/methodik-pv-pro-simulationen/)

**Rückmeldung:** [info@vigosky.com](mailto:info@vigosky.com)

- 9. August 2026 Beitrag angelegt; Ertragsgrundlage aus dem offenen PVGIS-Abruf, alle Tarif- und Kostenwerte als gesetzte Annahmen gekennzeichnet. Abschnitt ergänzt, an welcher Stelle der Rechnung die Förderung in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich jeweils ansetzt.

## Die eigene Kalkulation nachvollziehbar machen

 Verbrauch, Tarife, Kosten und Betrachtungsdauer in PV-Pro zusammenführen und die Wirtschaftlichkeit als Projektszenario prüfen.

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