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title: "Eigenverbrauch, Autarkie und Speichergrösse berechnen"
description: "Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad sind nicht dasselbe. Wie beide gerechnet werden und warum ein Jahreswert für die Auslegung nicht genügt."
canonical: https://vigosky.com/ratgeber/eigenverbrauch-autarkie-speicher/
language: de-CH
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Wirtschaftlichkeit

# Eigenverbrauch, Autarkie, Speicher: drei Zahlen, die ständig verwechselt werden

 Zwei Prozentzahlen entscheiden über die Wirtschaftlichkeit einer Anlage — und werden regelmässig durcheinandergebracht. Sie haben denselben Zähler nicht und beantworten verschiedene Fragen.

**Stand:** 9. August 2026

**Lesezeit:** 7 Minuten

**Redaktion:** Redaktion PV-Pro, Vigorek GmbH

**Quellen geprüft:** 9. August 2026

 ![Hausspeicher im Technikraum mit Blick auf ein Schweizer Solarhaus und ein ladendes Elektroauto](/ratgeber/eigenverbrauch-speicher.webp)

 Das Wichtigste

- Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad teilen denselben Zähler und haben verschiedene Nenner — sie bewegen sich gegenläufig und lassen sich nicht gleichzeitig maximieren.

- Für die Auslegung genügt kein Jahreswert: Nur eine Zeitreihe zeigt, was tatsächlich zur selben Stunde anfällt.

- Die Speichergrösse folgt aus dem abendlichen Überschuss, nicht aus der Anlagenleistung — und jede weitere Kilowattstunde trägt weniger.

 Aufbau

 Zu diesem Beitrag

 Stand 9. August 2026 . Regeln, Tarife und Preise ändern sich — ein Text ohne Datum ist in diesem Fach wertlos.

 Wie Eingaben, Modell und Grenzen in gerechneten Beispielen zustande kommen, steht in der [Methodik](/ratgeber/methodik-pv-pro-simulationen/).

## Die beiden Quoten

 **Eigenverbrauchsquote** = selbst verbrauchter Solarstrom ÷ erzeugter Solarstrom.
Sie beantwortet: Wie viel von dem, was das Dach produziert, bleibt im Haus?

 **Autarkiegrad** = selbst verbrauchter Solarstrom ÷ gesamter Stromverbrauch. Sie
beantwortet: Wie viel von dem, was das Haus braucht, kommt vom Dach?

 Beide teilen denselben Zähler und haben verschiedene Nenner. Sie bewegen sich gegenläufig: Eine
grössere Anlage senkt die Eigenverbrauchsquote und hebt den Autarkiegrad. Wer für ein Angebot
beide gleichzeitig maximieren will, sucht etwas, das es nicht gibt.

 Wirtschaftlich zählt in aller Regel die **Eigenverbrauchsquote**: Jede
selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Bezugspreis, jede eingespeiste bringt nur die
Rückliefervergütung — in der Schweiz je nach Netzbetreiber ein Bruchteil davon. Der Autarkiegrad
ist die Zahl, die Kundinnen und Kunden emotional anspricht. Beides gehört ins Angebot, aber die
Rechnung folgt der ersten.

## Warum der Jahreswert für die Auslegung nicht genügt

 Eine Jahresbilanz suggeriert, eine Anlage mit gleichem Jahresertrag und Jahresverbrauch sei
autark. Sie ist es nicht: Erzeugung und Verbrauch fallen zu verschiedenen Zeiten an — über den
Tag (Mittagsspitze gegen Abendverbrauch) und über das Jahr (Sommerüberschuss gegen
Winterdefizit).

 Eine belastbare Rechnung braucht deshalb **Zeitreihen**: Erzeugung und Verbrauch in
Stundenschritten oder feiner, über ein volles Jahr. Erst der Vergleich Stunde für Stunde ergibt,
was tatsächlich zusammenfällt. Alles andere ist Interpolation.

 Für den Verbrauch heisst das: Ein Lastprofil muss zum Haushalt passen. Ein Vierpersonenhaushalt
mit Homeoffice hat ein anderes Profil als ein Paar, das tagsüber ausser Haus ist — bei identischem
Jahresverbrauch. Wärmepumpe und Ladestation verändern das Bild erneut, und zwar zugunsten der
Anlage: Beide erhöhen den Verbrauch und lassen sich zeitlich in die Sonnenstunden verschieben. Wie
weit diese Verschiebbarkeit gegenüber einem Speicher trägt, ist eine Frage des Lastprofils und
gehört gerechnet — im Vergleich beider Varianten am selben Profil, nicht als allgemeine
Rangfolge.

## Wie gross soll der Speicher sein?

 Die Speichergrösse folgt aus dem **abendlichen Überschuss**, nicht aus der
Anlagengrösse. Faustformeln wie „ein Kilowattstunde je Kilowatt-Peak" führen in beide Richtungen
in die Irre, weil sie den Verbrauch nicht kennen.

 Der Zusammenhang ist stark degressiv: Die ersten Kilowattstunden Speicher heben den
Eigenverbrauch deutlich, jede weitere weniger. Ab einem gewissen Punkt speichert die Batterie
Energie, die am selben Abend gar nicht gebraucht wird — sie steht am nächsten Morgen noch voll da
und blockiert die Aufnahme des neuen Tages. Wegen dieser Sättigung trägt jede weitere
Kilowattstunde Speicher weniger Nutzen, während sie voll bezahlt wird. Ab welcher Grösse das
kippt, zeigt der Vergleich mehrerer Speichergrössen am selben Lastprofil — nicht eine
Faustregel.

 Was in die Rechnung gehört, damit sie stimmt:

- **Nutzbare** statt nomineller Kapazität (Entladetiefe beachten)

- Wirkungsgrad des Umlaufs (Laden und Entladen zusammen, üblich sind Werte im Bereich um 90 %)

- Standby-Verbrauch des Systems — er läuft rund um die Uhr und frisst bei kleinen Speichern einen spürbaren Anteil des Nutzens

- Lade- und Entladeleistung: Ein Speicher, der die Mittagsspitze nicht aufnehmen kann, ist in der Bilanz kleiner als auf dem Datenblatt

- Kalendarische und zyklische Alterung über die Betrachtungsdauer

## Die Kennzahlen, die ins Angebot gehören

 Für eine Entscheidung reichen Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad nicht. Dazu gehören:

- **Stromgestehungskosten** — was die eigene Kilowattstunde über die Laufzeit kostet, verglichen mit dem Bezugspreis

- **Jährliche Einsparung**, getrennt nach vermiedenem Bezug und Rücklieferung

- **Amortisationsdauer**, mit den Annahmen daneben: Strompreisentwicklung, Rückliefervergütung, Zinssatz

- **Der Vergleich mit und ohne Speicher** — als zwei Rechnungen nebeneinander, nicht als Behauptung

 Entscheidend ist, dass die Annahmen sichtbar sind. Eine Amortisation von acht Jahren ist keine
Aussage, solange nicht danebensteht, mit welcher Strompreissteigerung sie gerechnet wurde. PV-Pro
weist diese Annahmen im Angebot aus und stellt Varianten nebeneinander, statt eine Zahl ohne
Herkunft zu drucken.

## Häufige Fragen

 Welche Eigenverbrauchsquote ist realistisch?
 Ohne Speicher liegt sie bei einem typischen Einfamilienhaus im niedrigen bis mittleren Bereich, weil die Erzeugung mittags anfällt und der Verbrauch abends. Mit Speicher, Wärmepumpe oder Ladestation steigt sie deutlich. Eine belastbare Zahl ergibt sich erst aus dem Lastprofil des konkreten Haushalts — jede Pauschalangabe ist geraten.

 Lohnt sich ein Speicher?
 Das hängt an drei Grössen: Preisdifferenz zwischen Bezug und Rücklieferung, abendlicher Überschuss und Speicherpreis. Je grösser die Differenz und je höher der Abendverbrauch, desto eher. Die Frage lässt sich nur mit Zeitreihen beantworten, nicht mit einer Faustregel — und die Antwort fällt für zwei Haushalte mit gleichem Jahresverbrauch unterschiedlich aus.

 Erhöht eine Wärmepumpe den Eigenverbrauch?
 Ja, deutlich — sie hebt den Verbrauch und lässt sich zeitlich in die Sonnenstunden verschieben. Zugleich fällt ihr grösster Bedarf in den Winter, wenn die Anlage am wenigsten liefert. Beides gehört in dieselbe Rechnung: Der Jahreswert steigt, das Winterdefizit bleibt.

## Quellen

- [EnergieSchweiz — Bundesamt für Energie](https://www.energieschweiz.ch/) — Grundlagen zu Eigenverbrauch und Eigenverbrauchsgemeinschaften in der Schweiz

- [Swissolar — Batteriespeicher](https://www.swissolar.ch/de/wissen/solarenergie-kombiniert/batteriespeicher) — Branchenverband Schweiz, Grundlagen zu Speichern im Eigenverbrauch

- [ElCom — Strompreis-Übersicht der Schweizer Netzbetreiber](https://www.strompreis.elcom.admin.ch/) — Amtliche Übersicht der Bezugstarife je Netzgebiet

 Alle Fundstellen zuletzt geprüft am 9. August 2026 . Tarife, Fördersätze und Preise Dritter ändern sich; massgebend ist immer die verlinkte Quelle in ihrer aktuellen Fassung.

## Redaktion und Pflege

**Verantwortlich:** Redaktion PV-Pro, Vigorek GmbH

**Veröffentlicht:** 6. August 2026

**Zuletzt geändert:** 9. August 2026

**Methodik:** [So entstehen die Rechenbeispiele](/ratgeber/methodik-pv-pro-simulationen/)

**Rückmeldung:** [info@vigosky.com](mailto:info@vigosky.com)

- 6. August 2026 Beitrag veröffentlicht.

- 9. August 2026 Pauschale Wirtschaftlichkeitsurteile entfernt („wirksamer als jede Batterie“, „grosse Speicher schneiden oft schlechter ab“) und durch den Vergleich mehrerer Varianten am selben Lastprofil ersetzt.

## Eigenverbrauch mit dem eigenen Lastprofil prüfen

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